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Archiv - Berichte 2006

Historische Resultate

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Philippe Kolly ist mit dem Neubau des jüngs-ten franösischen 5.5er schon weit fortgeschrit-
ten. Die letzte der 5 Lagen Mahagony wird in Längsrichtung unter Vakuum aufgelegt, wobei die zugeschnittene Planke jeweils längs halbiert wird, um ein symmetrisches Bild der Maserung zu ergeben - eine moderne Funk-kommode mit Kiel, auf deren Erscheinungs-bild man gespannt sein darf. Noch vor Weih-nachten soll die fertig gestellte Schale umge-kehrt werden. Es handelt sich dabie um ein Schwesterschiff der SUI-218: Siehe unten!

SUI - 218 : Ready for take-off
Das jüngste Mitglied der langsam aber stetig weiterwachsenden Flotte der internationalen 5.5m Klasse wurde eben in Tanny am Genfersee fertig gestellt. Sebastien Schmidt hat dabei für den Bootsbauer und Eigner Philippe Kolly die Pläne erneute modifiziert, womit u.a. die Wasserlinie im Vergleich zu den Booten SUI-219 und SUI-220 nochmals verlängert werden konnte. Wegen der Verzögerung in der Fertigstellung wird das in Mahagony formverleimte Boot erst im kommenden Jahr auf der Startlinie zu sehen sein. Angeblich wurde mit dem Bau eines Schwesterschiffes bereits begonnen.

Gstaad Yachtclub Trophy - Herbstpreis Thun 7./8. Oktober 2006
Die letzte Schwerpunktregatta der laufenden Saison glich mit 18 Teilnehmern und 6 ausländischen Manschaften einer kleinen Schweizermeisterschaft. Nachdem am Sonntag die Thermik zu spät einsetzte, blieb es leider bei den drei Läufen vom Samstag. Die mittleren Windbedingungen, mit vielen und oft starken Drehern im unteren Seebecken, machten einigen Mannschaften zu schaffen. Die Lokalmatadoren auf Marie-Françoise XVII setzten sich einmal mehr durch. Jürg Menzi & Crew gewannen ebenfalls, zusammen mit den Booten NED-35 (Hans Nadorp) und SUI-207 (Peter Erzberger) den Gstaad YC Trophy. Die Resulate des Skiyachtings werden erst nach den Abfahrtsrennen anfang März in Gstaad bekannt sein. Die Organisatoren der beiden gastgebenden Clubs zeigten sich von ihrer besten Seite und haben alles dafür getan, damit wir den Regattakalender mit einem tollen Anlass beenden konnten. Herzlichen Dank allen Mitstreitern und see you in Gstaad!
Resultate

Fortschritte für die SUI 222
Die Neukonstruktion von Philippe Kolly (vgl. unten) ist weit voran geschritten. Die Jungfernfahrt ist auf den kommenden 23. September geplant, im Rahmen der Coupe Suisse, die dieses Jahr in Nyon gesegelt wird. Neugierige sollten sich also nicht davon abhalten, an dieser Regatta teil zu nehmen. Natürlich werden wir versuchen, Philippe zur Teilnahme am Herbstpreis in Thun zu motivieren!
Die Hardware ist weitgehend montiert. Kiel, Trimmer und Ruder sind bald montagebereit und das Rigg mit Mast von Wilke und Baum von Kolly sind weit fort-geschritten. Typisch sind die beiden Decksöffnungen.

Scandinavian Gold Cup, Dutch Open Championship und Weltmeister-
schaft 2006 in Medemblik

Mit 11 vertretenen Ländern kam für den Gold Cup eine ansehnliche Flotte in Medemblik zusammen. Für einmal war das Rennen nicht nach 3 Läufen entschieden, denn Christian Neergard, der mit der SUI-211 einmal mehr die alte Trophäe nach Hause bringen wollte, wurde vor allem von Gullichsen und Nadorp in die Zange genommen. Nach 5 Läufen ging der Sieg nach einem interessanten Match Race zum ersten Mal an Nadorp und damit der Gold Cup nach Holland. Der Classic Cup ging einmal mehr, mit vier Siegen in Serie, an den Italiener Alfredo Delli, der auch in den anderen Regatten immer wieder dafür sorgte, dass moderne Boote mit ihm zu kämpfen hatten.

An der Holländischen Meisterschaft nahmen 30 Mannschaften teil. Sie lieferte ein Vorspiel zur WM und dadurch kamen auch die Schweizer Boote ins Rampenlicht. In vier Läufen bei mittleren Winden wurde bald klar, dass es für Schümann, der mit Roni Pieper und Pieter van Niewkerk auf der neuen SUI-220 segelte, schwieriger als 2001 in Flensburg sein würde. Bereits im ersten Lauf sicherte sich das Team von Flavio Marazzi auf der SUI-219 einen Sieg. Allein den zweiten Lauf mussten sie an Schümann abgeben, der insgesamt dritter wurde. Eine gute Leistung zeigte auch die Crew mit Peter Erzberger, die nach hartem Kampf mit anderen Favoriten die Silbermedaille empfangen konnten. Mit einem fünften Schlussrang zeigten auch Hans-Peter Schmid und seine Mannschaft, dass mit ihnen zu rechnen ist.

An der darauf folgenden WM waren 41 Boote am Start. Betreffend die Windverhältnisse, so begann die Serie mit einem Leichtwindlauf, den Schümann taktisch auf den letzten Metern knapp vor Marazzi für sich entscheiden konnte. In der Folge nahmen die Windstärke zu und der letzte der fünf Läufe wurde bei bis zu 30 kt gesegelt. Unter Spinnacker gerieten dabei mehrere Boote ausser Kontrolle. Die Rangliste zeigt, dass auch nach 5 gesegelten Läufen noch nichts entschieden war, der Sieg wahrscheinlich unter Schümann und Marazzi ausgehandelt werden würde, und dass für die Bronze Medaille einige Favoriten zugegen waren, mitunter die Schweizer Menzi und Wahl. Gross war deshalb die Enttäuschung, dass am letzten Tag trotz bester Bedingungen vom RC entschieden wurde, dass nicht mehr gesegelt würde. Somit konnte kein Laufresultat gestrichen werden und einige OCS' vielen umso stärker ins Gewicht. Davon profitierte der Holländer Nadorp, dem dadurch ein Platz auf dem Podest gesichert war. Auf dem Wasser wurde hart und fair gekämpft. Der Sieg ging an die Crew Marazzi/Huter/ Hafka, der wir herzlich gratulieren und für ihre Starboot Kampagne viel Erfolg wünschen. Den 1. August nahmen die angereisten SchweizerInnen zum Anlass, die WM Teilnehmer zu einem Raclette Abend einzuladen, der Dank Hans-Peter Schmid und Pascal Liechti, die keinen Aufwand gescheut haben, zu einem grossen Erfolg wurde.

An der GV der Klassenvereinigung wurde u.a. beschlossen, die WM 2007 in San Remo zu segeln. Im 2008 wird sie auf Bahamas ausgetragen - die EM 2008 wird in Cannes gesegelt werden.


Niesen Cup vom 17./18. Juni 2006
Der diesjährige Niesen Cup, austgetragen vom Yachtclub Spiez, ist Rekordverdächtig, denn nur gerade 5 Mannschaften erschienen zu dieser Schwerpunktregatta. Trotz der schwierigen Verhältnisse konnten vier Läufe gesegelt werden. Nachdem SUI-205 das Feld anführte, musste sie den Sieg unverschuldet an die SUI-206 abgeben: So hat sich die Reise für die Mannschaft aus Rolle mit Fred Marti, Serge Oetiker und Olivier Besse gelohnt. Sie scheinen ihr neues Boot rasch in denn Griff bekommen zu haben und wir sind auf weiteres gespannt.


Bilder SM 2006
Fotos
Thierry Girard

Schweizermeisterschaft vom 24.-28. Mai 2006 - Play it again, Jürg!
Nur gerade 22 Mannschaften, davon 3 gemischte Crews, fanden sich zur diesjährigen SM in Estavayer-le-Lac ein. Drei holländische und ein österreichisches Boot waren mit von der Partie. Les Absents ont toujours tort! Nicht nur, weil Thierry Gierard und sein Club uns eine bestens organisierte Regatta organisiert haben. Alles lief am Schnürchen und das Wetter war wie bestellt. In dreieinhalb Tagen konnten bei 2-5 Bft. 11 Läufe gesegelt werden. Nachdem es für viele die erste Regatta des Jahres war, schien etwas Zeit nötig um die alten Reflexe wieder zu finden, so dass nur die best trainierten die Möglichkeit fanden, den Altmeister Jürg Menzi mit seiner Stammcrew Daniel Stampfli und Léonard Gaume zeitweise ins Schwitzen zu bringen und für die letzten drei Läufe konnte nur noch Burger & Crew Anspruch auf den Titel erheben. So kam es zu einem eigentlichen Matchrace zwischen den beiden, das letztlich Jürg Menzi mit knappem Vorsprung zu seinen Gunsten entscheiden konnte! Hans Nadorp & Crew aus den Niederlanden erreichte ebenfalls das Podium und auf einen guten 4. Platz segelte Roni Pieper, unterstützt von Ralph Junker und Harry Melges: Für die brandneue Artemis wurde die SM zur Jungfernfahrt, und sie hat sich sogleich als respektable Dame aus bestem Hause etabliert.
Der offizielle Abend bot uns eine herrliche Kostprobe der Hotelfachschule von Lausanne. Deren Professoren haben sich selbst hinter die Kochtöpfe gestellt und für ein ausgezeichnetes Menü gebürgt. Estavayer und der CVE waren die Reise wert, und so hoffen wir, bei anderer Gelegenheit erneut auf diesem interessanten Revier zu segeln.
Resultate

Neuer Klassiker in der SUI-Flotte

Mit Tobias Isler und seiner SUI-17 "Lizza" haben wir einen Klassiker mehr in unserer Flotte, der auch aktiv ins Regattageschehen eingreiffen will. Lizza, die der Züriseeflotte zugehört, wurde 1951 in Holland nach Plänen von W. de Vries-Lentsch bei Het Fort/Nieuwendam auf Kiel gelegt.  Unter der Segelnummer H1 "De Ruiter" nahm sie an der Olympiade von 1952 in Helsinki teil, der ersten Olympiade, an der die Internationale 5.5m Klasse vertreten war. Danach kaufte sie der Segelmacher Mark Schürch und brachte sie nach Zürich. Das Boot wurde verschiedentlich umgebaut, bis es in der Bootswerft Portier abgewrackt werden sollte, doch es kam anders. Portier entschloss sich dazu, das Boot zu überholen und 1989 wurde es von Tobias Isler auf dieser Werft entdeckt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Seither hat er nicht nur viele schöne Momente am Ruder seines 5.5er erlebt, sondern auch unzählige Stunden mit dessen Unterhalt verbracht, so wie es von einem über 50jährigen Holzschiff verlangt wird. Mit Lizza nimmt er an Regatten auf dem Zürichsee teil, am Meeting der "Vieux Bateaux" in Villeneuve, und last but not least, wird mit ihr endlich auch die Schweiz am Royal Kaag Classic Cup im Rahmen der kommenden WM in Medemblik vertreten sein! Wir heissen Tobias herzlich willkommen und hoffen, ihn zunehmend auch an schweizer Regatten anzutreffen.


Winter News

Wie an der GV vom 14 Januar in Bern bekannt wurde, sollen diesen Winter mindestens 3 Neubauten auf Kiel gelegt werden (s.u.). Nebst Philippe Kolly ist auch Christof Wilke und seine Mannschaft mit dem Bau von zwei neuen 5.5m Yachten beschäftigt. Die Schale für das neue Boot von Bruno Marazzi ist bereits gefertigt. Danach soll die Bestellung von Roni Pieper an die Hand genommen werden. Im Gegensatz zu Kolly's Yacht, werden diejenigen bei Wilke in Glasfaser/Epoxy gefertig.

Die Siegeryacht der SM nach Punkten trägt die Nummer SUI 207. Wir gratulieren Peter Erzberger und Christoph Burger zu ihrem Erfolg mit dem Silberschlitten!

Die Schweizer 5.5er waren während der letzten Saison wiederum gut und mit Erfolg im Ausland vertreten: Jochen Schümann gewann zusammen mit Roni Pieper (SUI 210) die WM in Sydney, nachdem Bruno Marazzi (SUI 206) zusammen mit Renato und Flavio den Scandinavien Gold Cup sichern konnen. Sie erreichten auch die Bronze Medaille an der WM. An der Italien Open wurde Menzi/Gaume/Stampfli (SUI 217) zweite und Zlot/Fuhrer/Wasmer (SUI 192) dritte. Menzi & Crew sicherten sicherten sich auch den Sieg in der Austrian Open sowie der ebenfalls in Attersee ausgetragenen EM. Zweite wurden in beiden Meisterschaften Burger/Simon/Smits (SUI 207). Dritte an der EM und erste an der German Open wurden Schmid//Liechti/Wilke (SUI 213). Menzi &Crew wurden auch zweite an der Dutch Open und last but not least, gewannen sie zum achten Mal in Serie die Schweizermeisterschaft!
Resultate

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Neubau am Genfersee

Seit kurzem ist Philippe Kolly damit beschäftigt, ein jüngeres Gerücht in die Tat umzusetzen: Wie aus den Fotos hervorgeht, hat er mit dem ersten von zwei 5.5m Neubauten begonnen. Die Yachten entsprechen den jüngsten Plänen von Sébastien Schmidt und werden formverleimt in Mahagony gebaut. Verschiedenen technische Überraschungen lassen auf sich warten. Die Wasserlienie in Krängungslage wurde nochmals verlängert. Im Cockpit werden u.a. die Räume unter dem Seitendeck besser ausgenutzt und der Zugang zum Rumpf wird durch Vor- und Achterdeck gelegt. Natürlich wird auch das neue Kiel Design zum Zug kommen. Philippe, der vor 12 Jahren bereits seine SUI-175 baute, baut das erste der beiden Boote für sich. Das Schwesterschiff im Auftrag des Franzosen Christian Hauvette besteht bisher als Option. Diese Yacht soll naturlackiert werden - wir können auf diese Louis 5.5 gespannt sein.

Philippe Kolly, zusammen mit Loïc Fuhrer, der ihn beim Bau des neuen 5.5er in seiner Werft in Tannay unterstützt. Auf die Saison 2005 hatte die SUI-172 einen neuen Trimmkiel erhalten. Im Vergleich zu diesem beeindruckt das neue Kielprofiel durch den dicksten Bereich im ersten Drittel und die Einschnürung im letzten Drittel.
Philippe Kolly, Loïc Fuhrer, Sébastien Schmidt und Christian Hauvette. Unterdessen sind drei der insgesamt 4 Mahagony Schichten aufgelegt - die technischen Diskussionen sind nicht abgeschlossen!
Der Rumpf ist fertig gestellt und die beiden Schotwände sowie Querstreben sind eingesetzt. Vor dem Aufsetzen des Decks werden unterdeck Beschläge eingebaut.


Vor- und Achterdeck sind aufgesetzt. Die beiden Seitendecks werden eingesetzt sobald die Spikisten fertig sind. Die 440 kg Bilgenbalast werden in rund 20 Einzelblöcken aus Blei gegossen und eingelagert. Als nächstes wird der Mastfuss gebaut werden.
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