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Archiv - Berichte 2008

Historische Resultate

29. - 31. August 2008 - Dutch Open 2008 - Stellendam

Geschützt durch einen grossen Damm liegt die moderne Marina von Stellendam quasi direkt an der Nordsee. Wie angepriesen fanden wir wunderbare Segelverhältnisse vor, Wind wie auf dem Meer bei Wellengang wie auf einem kleinen See. Am Freitag konnte das sehr gut organisierte Rennkomitee, bei Wind aus westlicher Richtung (3 Bf.) und Bewölkung, die ersten beiden Läufe starten.

Am Samstag klarte es auf und der Wind hatte über Nacht auf Ost gedreht (3-4 Bf.). Pünktlich um 10 Uhr konnte zum dritten Lauf gestartet werden. Nach dem darauf folgenden 4. Lauf, ging es zurück in den Hafen, um das Mittagessen an Land einzunehmen, eine super Sache! Den 5. Lauf hatte das Rennkomitee um einen 3. "down wind"- Kurs verlängert und uns so einen wunderschönen Wettkampfnachmittag ermöglicht bei Wind knapp über 20 Kn. Am Abend genossen wir alle zusammen das Dinner im Restaurant am Hafen, dank der sehr angenehmen Atmosphäre waren die etwas längeren Wartezeiten trotz knurrendem Magen zu überstehen.
Der Ostwind bei schönstem Wetter und Temperaturen über 25 Grad blieb am Sonntag sehr stabil und wir konnten so auch die Läufe 6 und 7 unter optimalsten Bedingungen zeitnah segeln.

Hans Nadorp konnte sich mit seiner Crew auf der NED35 schon vom ersten Lauf weg absetzen und brachte den makellosen Sieg nach Hause. Hinter NED35 lieferten sich drei weitere neue Boote einen harten Kampf um die Plätze 2-4. Obwohl Hans-Peter Schmid auf SUI213 am Samstagabend noch den zweiten Platz inne hatte, musste er sich am Sonntag Arend Jan Pasman auf NED 26 geschlagen geben.

Rolf Kellenberger platzierte sich als zweiter Schweizer auf dem 5. Platz. Wir haben mit SUI194 in der Gruppe der etwas ältern Modern Boote hart um den sechsten Platz gekämpft, mussten ihn aber am Sonntag an Jeroen de Vries auf NED21 abgeben.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Holländischen Flotte für die tolle Organisation bedanken.

Simon Pfändler, SUI 194

Berichte, Resultate und Fotos siehe unter www.5klasse.nl -> Nieuws


11.-17. August 2008 - European Championship 2008 Mariehamn

Die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit im Yachtklub Aländska Segelsällskapet war richtig zum Anfassen. Unsere 5.5 er Klasse war erwünscht und herzlich willkommen,die Organisation an Land und auf dem Wasser hervorragend.Ein absolut gelungener Anlass, etwas weit weg, aber mit idealen Wind-und Wetterverhältnissen.Der amtierende Weltmeister und Gold Cup-Gewinner Kristian Nergaard gewann die Europameisterschaft mit sicherem Abstand.

Am Montag fand eine Trainigsregatta statt. Jürg Menzi kam als erster mit grossem Vorsprung ins Ziel und meldete seine Ambitionen klar und deutlich an. Für Dienstag stand leider nur eine Regatta auf dem Programm. Mit Sonnenschein und Wind zwischen 3-4 Bfh mussten wir nach der ersten Wettfahrt in den Hafen zurückkehren. Sieger war wiederum Jürg Menzi. Die Regatten 2 und 3 wurden am Mittwoch ausgetragen mit deutlich mehr Wind. Bei der dritten Regatta war der Zieleinlauf der ersten Boote sehr eng. Peter Fjeld protestierte gegen Hans Nadorp. Der Protest wurde abgelehnt. Einen Tag später wurde der Protest wieder aufgenommen, da sich in der Zwischenzeit ein Zeuge meldete. Hans Nadorp wurde disqualifiziert.

Am Donnerstag sollte wiederum nur eine Regatta gesegelt werden. Wegen zu viel Wind konnten wir den Hafen nicht verlassen. Mit einer kleinen Autofahrt genossen wir die landschaftlich sehr schöne Insel.

Die Regatten 4 und 5 wurden am Freitag gesegelt. Hans Nadorp wurde in der 4. Regatta wiederum disqualifiziert wegen einer Steuerbord/Backbord Situation und in der 5. Regatta wurden 3 Boote wegen Frühstart nicht gewertet. Felix Bibus mit seiner Mannschaft Nelly und Bernd Dreier beendeten die Regatta auf dem dritten Platz, doch leider waren sie eines dieser drei disqualifizierten Boote.

Am Samstag wurden die Regatten 6 und 7 gestartet. Feng Shui führte die 6. Regatta mit grossem Vorsprung an. Da  die Leeboje abtrieb, wurde sie durch ein korrekt gekennzeichnetes Motorboot ersetzt. Leider verfing sich die abgetriebene Leeboje nur gerade 30m neben dem Motorboot. Feng Shui rundete die abgeriebene Leeboje jedoch nicht das Motorboot, was zwangsläufig zu einer Disqualifikation führte. Die Regatta wurde von Christoph Burger mit Christof Wilke und dem Ersatzmann Mathias Dahlman gewonnen. Die 7 und zugleich letzte Regatta gewann wiederum Jürg Menzi mit seiner Mannschaft. Hoffentlich wurde der Verkaufspreis der Marie Françoise schon früher festgelegt, denn mit drei Laufsiegen an einer Europameisterschaft steigt der Wert des Bootes ins Unendliche.

Das Rahmenprogramm bestand aus drei Schwerpunkten:

Die Eröffnungszeremonie auf der 4-Mast- Barke „Pommern.“ Die Pommern segelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Europa und Südamerika. Das berühmte Segelschiff,das einst der bekannten Reederei Ferdinand Laeisz in Hamburg gehörte, transportierte  4'500 Tonnen Fracht mit nur 28 Mann Besatzung und verfügte über keinen Motor. Im altehrwürdigen Frachtraum genossen wir ein feines finnisches Buffet mit allem Drum und Dran. Zum Dran: der Wein wurde importiert, denn in Finnland trifft man keine Rebberge an.

Das Sailors Nachtessen am Donnerstag im Club Restaurant war sehr fein und wurde super schön präsentiert. Die Platzverhältnisse waren etwas eng, die Portionen auf dem Teller aber genügend gross.

 

 

Zum Abschluss war die Rangverkündigung im Regierungsgebäude. Die Sportministerin verlieh dem Anlass den würdigen Rahmen. Etwas schüchtern begann sie mit dem Umhängen der Medallien, zum Schluss wurde aber die schweizerische Tradition mit 3mal Küssen übernommen.

Die An- resp. Rückreise wurde nicht von allen gleich ausgewählt. Jürg Menzi fuhr die ganze Strecke ca 2200 km in 22 Stunden ohne Unterbruch. Christof Wilke und ich wählten eine Variante mit einer Fähre von Travemünde bis Malmö. Das deutsche Boot Hojwa von Dr.E.Schlichtenhorst wählte den Seeweg wie aus dem folgenden Bericht zu entnehmen ist.

Berichte, Resultate und Fotos siehe unter www.segel.aland.fi/55em/

Der drittplazierte Schweizer  SUI 213 H.P. Schmid


7.-17. Juli 2008 - Back to the roots...

Liebhaber von Holzschiffen gehen gern der Geschichte ihrer Boote nach. Sie wollen einfach mehr wissen als Kaufpreis, Länge, Tiefgang und Kojenplätze. An erster Stelle stehen natürlich Konstrukteur und Bauwerft. Mein Schiff, eine Ohlson-Konstruktion, hat 1951 eine kleine Werft in Schweden, Bröderna Martinsson, Svineviken bei Henån auf der Insel Orust/Schweden gebaut. Rund 70 km nördlich von Göteborg gelegen, also ganz schön weit weg vom Bodensee, wo HOJWA seit 30 Jahren ihren Liegeplatz hat. Dennoch hat sich die Idee, die Geburtsstätte des Schiffes einmal zu besuchen, im Laufe der Zeit so festgesetzt, dass ich eine ernsthafte Planung erwog, und wenn schon, dann mit Boot.

Nun handelt es sich bei meinem „Liebling“ um ein offenes Kielboot der Konstruktionsklasse 5.5 mIC, 9.87 m lang, 1,91 m breit, also das, was heutzutage als daysailor bezeichnet wird, ohne irgendwie geartete Wohneinrichtung und nicht gerade für offshore-Einsätze gedacht. Zudem kristallisierte sich bald heraus, dass ich mit Mitseglern kaum rechnen durfte. Und das bedeutete Einhand-Segeln. Aber die Fünf-ein-Halber halten einiges aus und meistern, wenn es drauf ankommt, auch 7 Beaufort, wenn die Welle nicht zu hoch ist.

So begann ich mein Schiff vorzubereiten: Tieferlegung des Travellers, Logge und Echolot, GPS-Kartenplotter, wegklappbarer Kartentisch, Verlegung von Fallen und Streckern ins Steuermanns-Cockpit, Reff-Einrichtung, UKW-Sprechfunk, Navtex und DWD-Wetter, eine Cockpit-Persenning zur Vermeidung übermässigen Wasserschöpfens und viele kleine Dinge mehr. Damit das Schiff auch vorzeigbar aussehen sollte, wurde im Winter das Überwaserschiff in 6-wöchiger Schleifarbeit auf Hochglanz gebracht.

Am 7. July startete ich von Niendorf/Ostsee aus, wo ich gerade an der German Open dieser Klasse teilgenommen hatte. Über die Übernachtungshäfen Heiligenhafen, Spelsbjerg auf Langeland, Reersø, Tunø, Grenå, Anholt, Varberg, Kullenvik, Björkö, Uddevalla erreichte ich Svineviken nach 377 nm und 11 Tagen. Ich hatte dafür wesentlich mehr Zeit eingerechnet, aber das in der Nordsee festliegende Tief bescherte mir einen ungewöhnlich lang anhaltenden SW-Wind, der mich schnell nach Norden trieb. So blieben mir lange, frustrierende Kreuzkurse erspart. Ich hatte zwar so manches Gewitter zu überstehen, aber Reff und rechtzeitiges Bergen des Gross liessen mich die nur kurzzeitigen Störungen schadlos überstehen. Ungute Gefühle befielen mich nur dann, wenn das Schiff bei 2-Meter-Welle in die Wellentäler krachte, was nicht immer zu vermeiden war. Aber da ich (fast) stets mit Landsicht navigieren konnte und ich mich nie ganz allein auf See befand, kam ein Gefühl von Angst oder Unsicherheit gar nicht erst auf.

 

In ehrfurchtsvoller Erinnerung wird mir der Trip von Heiligenhafen nach Spelsbjerg bleiben. Ohne Reff und raumschoots erreichte ich gelegentlich auf der Welle reitend gut 11 kts, die 42 nm legte ich in 6 Stunden zurück, im Schnitt also 7 kts. Ein Segler, den ich überholt hatte und der kurz nach mir in Spelsbjerg einlief, fragte mich, ob ich der U-Boot-Segler gewesen sei. Durch die relativ dunkle Mahaghony-Aussenhaut und das nasse, grau-scheinende Teakdeck hob sich mein Rumpf kaum vom Wasser ab.

So sehr mich der Wind begünstigte, nass geworden bin ich jeden Tag, ob vom Regen oder durch Gischt. Da ich ja an Bord lebte, unter der Mittel-Persenning wie in einem Zelt, wollte ich das Schiffs-Innere trocken halten. Die Cockpit-Persenning hat mir da sehr geholfen, aber beim Bergen des Gross musste ich sie öffnen, und wenn es dann regnete, war mein Schiff auch innen nass. Zum Glück wechselt das Wetter an der Küste sehr rasch. Nach einem Regen gibt es immer wieder Sonne. Die und der stetige Wind trocknen ein Holz-Schiff schnell wieder aus. Nie habe ich in einen nassen Schlafsack kriechen müssen.

Ich will nicht verhehlen, dass mich der Törn physisch belastet hat. Es ist anstrengend, jede Welle mit der Pinne aussteuern zu wollen, man sitzt stundenlang in derselben Position auf Deck und sieht das ersehnte Land nur langsam näher kommen. Die Sonne verbrennt die eine Gesichtshälfte, der Muskelkater lähmt den Pinnen-Arm, das Sitzen fällt schwer – als 65-Jähriger sind die Knochen und Gelenke einfach nicht mehr so geschmeidig. Einen Mitsegler vermisst man, mit dem man sich unterhalten könnte. Ständig muss man alle Parameter unter Kontrolle halten. Wenn mir die Gischt ins Gesicht spritzte, tröstete ich mich damit, dass, wenn ich einen Regenbogen im Sprühwasser erkannte, wenigstens noch die Sonne schien.  So gesehen war auch die psychische Belastung enorm. Bewusst wurde mir die Anspannung erst, nachdem ich mein Ziel erreicht hatte: Ich segelte plötzlich unkonzentriert, vergass die Backstagen korrekt zu bedienen und mir unterliefen navigatorische Fehler, was in den engen Schärengewässern nicht ganz ungefährlich ist. Der Knoten löste sich erst, nachdem ein Seglerfreund, Kaspar Stubenrauch, mich begleitete, plötzlich war Segeln wieder nur noch das reine Vergnügen. Dennoch sei hier allen gesagt, die Vergleichbares vorhaben: Ein solcher Törn ist ein Konglomerat aus Nostalgie, seglerischer Herausforderung und Selbstkasteiung.

Natürlich gab es auch High-Lights and Dark-Lights: Zu den Höhepunkten zählte zweifellos ein Ereignis südlich Grenå: Ich hörte jemanden hinter mir husten. Beim Umdrehen erkannte ich mehrere Schweinswale, die abbliesen, was sich wie Husten anhörte. Aber auch die Begegnung mit Steen Martinsson (◄ Bild links) gehört dazu, dem bereits im Ruhestand befindlichen Senior der Werft, der als 11-Jähriger den Bau von HOJWA durch seinen Vater miterlebt hatte.

Enttäuscht dagegen war ich über die vielen Dickschiff-Segler, die trotz ihrer stäbigen Schiffe nur mit jeweils einem Segel (Rollgenua oder Gross) raumschoots segeln, sobald es zu kreuzen gilt, aber die Segel wegnehmen und motoren. Hatten sie Angst, dass die Kaffeetasse umfällt?  Noch eine Auffälligkeit: Die Hafengebühren werden mit den steigenden Breitengraden immer teurer. 130 SEK in Varberg, 200 SEK in Henån. Übrigens, meine Lektüre während dieses Törns beschränkte sich nicht auf Revier-Führer, Karte und Hafen-Handbuch, sondern - Kontrast muss sein - auf die hinreissende Biografie über Mary Stuart, Königin von Schottland (1542-1587), von Stefan Zweig. Auch diese Lektüre hat mir geholfen, den Belastungen standzuhalten.

Wie klein die Segler-Gemeinde ist, wurde mir durch verschiedene Begegnungen wieder einmal vorgeführt: In Björkö sprach mich ein Stegbesucher an, der sich als ersten Profi-Segler Schwedens bezeichnete. Er kannte HOJWA von früher und ihren ersten Steuermann Folke Wassén. In Henån traf ich einen Hamburger, der mir von den Jugendseglertreffen vor Louisenlund auf der Schlei berichtete. Gut möglich, dass wir uns damals schon begegnet waren. Ebenfalls in Henån identifizierte eine schwedische Seglerin HOJWA mit Kennerblick als 5.5-er. Sie habe auch einmal einen besessen: Fram II. Dieses Schiff  ist nun in deutscher Hand, Rouven Rademacher, und hatte vor Niendorf gerade die Klassiker-Wertung gewonnen. Und wer HOJWA bisher nicht kannte, in den dänischen und schwedischen Häfen erregte das Schiff Aufsehen, zumal Holzboote in dieser Grössenordnung dort eher selten verkehren. So ernteten wir viele bewundernde Blicke.

Ekkehard Schlichtenhorst


16.-20. Juli 2008 - Le championnat de Suisse international des 5.5 m JI

Die Internationale Schweizermeisterschaft der 5.5m Klasse wurde ein grosser Erfolg, nachdem sich 27 Boote eingeschrieben haben, darunter rund 10 "Evolution" Boote. Die Präsenz von vier holländischen sowie zwei französischen Yachten hat der Meisterschaft den willkommenen internationalen Hauch gegeben.

Die Meisterschaft hat schlecht begonnen, da mangels Wind in den ersten zwei Tagen nicht regattiert werden konnte. Glücklicherweise kam für Samstag und Sonntag ein zum teil recht frischer Südwester auf, so dass insgesamt sechs Läufe gesegelt werden konnten. In Genf ist der Südwester nicht sehr stabil, so dass die Segler gezwungen sind, die Stärke und Richtung des Windes zu antizipieren, wenn sie nicht ins Leere laufen wollen.

Offensichtlich bestand diese Schwierigkeit für die drei besten Boote nicht.

Wie gewohnt, haben Jürg Menzi auf SUI-217, zusammen mit seinen langjährigen Komplizen D. Stampfli und L. Gaume, eine eindrückliche Regelmässigkeit gezeigt und drei Laufsiege ersegelt. Sie haben somit logischerweise die Meisterschaft zum 11. Mal in Serie gewonnen. Auf sie folgen NOR-65 Odlo mit Christoph Burger und NED-26 Feng Shui mit Arend Jan Passman.

Mit Wind von 10-25 Knoten konnten einzig solide und erfahrene Crews Ambitionen haben, was einmal mehr die Frage nach dem maximalen Crewgewicht für die 5.5er Klasse stellt.

Bei Durchsicht der Resultate kann man feststellen, dass die meisten Konkurrenten bei vergleichbarem Wind ziemlich konstante Resultate aufweisen. So zum Beispiel SUI-192 Shaï, die mit regelmässigen Resultaten von 9-9-6-5-4 ein sehr gutes Resultat erzielt. In ähnlicher Weise erhält SUI-210 Shaolin die folgen Resultate: 9-8-8-8-11. Der Glücksfaktor hat somit keine grosse Rolle gespielt.

 

Ohne Zweifel wären die Resultate anders gewesen, falls die Regatten bei leichtem Wind gesegelt worden wären. Nur wenige Mannschaften werden es allerdings bereut haben, die sechs Läufe in so vorteilhaften Bedingungen absolviert zu haben.

Das Klassement dieser Meisterschaft zeigt das die Flotte der «Moderns» und der «Evolutions» insgesamt sehr homogen sind: Ein einziges Evolution Boot (SUI-192) klassiert sich innerhalb der Moderns und nur zwei Moderns klassieren sich unter den Evolutions (NED-31 und SUI-201).

Die Evolution Boot haben also allen Grund, an den Klassenregatten teilzunehmen, unter der Bedingung, in genügender Anzahl zu erscheinen um genügend Konkurrenz zu haben.

Der Cercle de la Voile der SNG, insbesondere OK Präsident Vincent Gilloz und Regatta Komitee Präsident Pascal Monnet, haben für eine tadellose Organisation gesorgt.

Bernard Haissly SUI 214

Rangliste


3.-6. Juni 2008 - German Open, ein Event der Vielseitigkeit!

Die Lübecker Bucht ist bekannt für flache See und stabile Windverhältnisse. So soll sich auch bei einer frischen Brise kein nennenswerter Wellengang bilden – ausser bei östlicher Wetterlage. Das Einsegeln am Nachmittag des 3. Juni wurde bei Ostwind mit Stärke 5 - 6 Bft. für viele zum Abenteuer. Nur hartgesottene Segler trauten sich bei diesen Bedingungen den Spi zu setzen!

Am Abend wurde die German Open im idyllischen, mitten im Niendorfer Hafenbecken gelegenen Clubhaus, mit einem Grillfest eröffnet.

Am ersten Wettfahrtstag wurden bei stabilen Windverhältnissen (Ost 3 - 4 Bft., Dreher am ganzen Tag < 10°!) und beachtlichem Wellengang von bis zu 1 m drei spannende Rennen gesegelt. Am Start trafen sich siebzehn 5.5er, sechs Modern, vier Evolution und sieben Klassiker. Unterschiedlicher habe ich noch keine 5.5er Flotte gesehen - den neusten SUI 213, den wunderschönen 1954er Klassiker GER 38 und GER 47 mit Kabine und Decksaufbau!

Die zwei neueren Wilke Boote SUI 213 und SUI 210 dominierten die Wettkämpfe, wobei ihnen die zwei Evolutionboote GER 32 und GER 25 vor allem an den zwei folgenden Wettkampftagen, bei leichteren Windverhältnissen, die Platzierung strittig machten und so für spannende Rennen sorgten.

Ein grosses Lob ans Organisationskommitte! Sie sorgten für drei spannende, faire Wettfahrtstage mit kulinarischen Höhepunkten am Abend. Und unschlagbar war natürlich das "After-Sail" Bier noch vor dem Festmachen zur Yacht serviert!

Der für einmal 3. platzierte Schweizer SUI 194 George Prapopoulos.

Resutate hier...

Da mit Copyright belegt, der nachfolgende Fotolink nur zur Info (vor jeder Veröffentlichung muss das OK von Nils Bergmann eingeholt werden): Fotos der German Open


Verliehene Preise an der German Open 2008

International German Champion: SUI 210; (2007: NED 35; 2005:SUI 213)
German Champion: GER 32 (2007: GER 42; 2005: GER 29)
Long Keel Cup: GER 56 (2007: GER 56; 2005: GER 56)
Concours d'Elegance: GER 38
Seemeilenpreis: GER 47

Zu den Sonderpreisen:

Der "Long Keel Cup" geht an den schnellsten "Vintage Classic", im Original erhalten, wie sie zu Olympiazeiten gesegelt wurden.

Der "Concours d'Elegance" wurde gestiftet, um die wieder in den Originalzustand versetzten Boote zu würdigen. Die "Madrisa" ist eine Augenweide, sie wurde aufwendig von Jan-Willem Paulsen restauriert und wird von den jetzigen Eignern engagiert gesegelt, die zunehmend besseren Platzierungen lassen für die Zukunft aufmerken.

Der Seemeilenpreis wurde gestiftet, um die - in Olympischen Zeiten übrigens übliche - Anreise über See zu würdigen; "Choc" 5.5 GER 47 segelte letztes Jahr 135sm nach Laboe und dieses Jahr 115sm nach Niendorf. 

Der Eigner der "Choc" hatte uns letztes Jahr berichtet, er plante das Boot wieder in den Originalzustand versetzen. Erste Bilder aus alter Zeit wurden recherchiert und gefunden, das Projekt ist noch in Planung. Zum Deckshaus sei erwähnt, daß die Bauvorschriften der 5.5er zwar eine maximale Begrenzung einer Decksöffnung vorsehen, aber keine minimale. Es sind sogar einige Boote im Originalzustand mit Deckshaus von den Werften ausgeliefert worden, so z.B. OE-1 (Bj. 1952) und S-36 (Bj. 1960).  Die "Choc" wurde mit Namen "Capella" 5.5 GO 7 im Jahr 1960 gebaut und war eines der DDR Boote als Anwärter auf einen Olympiaplatz in Neapel, sie unterlag aber letztlich "Bronia" 5.5 G 7 in den Ausscheidungsregatten.

Zu "Hojwa" 5.5 GER 6 sei erwähnt, daß sie auf großer Reise ist und nach den Regatten in Berlin (Havel Classic) und Niendorf (German Open) jetzt über die Ostsee nach Schweden segelt, um dort die Martinsson Varv auf Orust zu besuchen, auf der sie 1951 gebaut wurde. Danach geht es zur Europameisterschaft, dann nach Kiel (Klassikerregatten Laboe) und rechtzeitig zum Überlinger Yachtpokal zurück an den Bodensee. Am Montag noch in Niendorf segelt Ekkehard Schlichtenhorst heute schon von Grenaa nach Anholt über das Kattegat.

Die Zahl der aktiven Boote in Deutschland (21) ist noch relativ gering, die Struktur der Klasse zeigt eine große Zahl älterer Boote (38 Classic, 7 Evolution, 3 Modern). Um vom DSV und von den Vereinen überhaupt als aktive Klasse wahrgenommen zu werden und inzwischen 6 reine 5.5er Regatten auf nationaler Ebene durchführen zu können, werben wir um die Teilnahme eines jeden Bootes. Einige der Eigner sind letztlich auch potentielle Kandidaten, für einen späteren Umstieg z.B. auf ein Evolution Boot. 

Der Wandel der Klassenstruktur in Deutschland hin zu moderneren Booten ist im Gange und wird die Regattafelder in Zukunft noch attraktiver werden lassen. Wir setzen auf diesem Weg dabei weiterhin auf die Unterstützung durch unsere von weit angereisten Segelfreunde und sind ihnen für den dafür gezeigten Einsatz sehr dankbar. 

Kaspar Stubenrauch

PS: Erwähnen möchte ich gern nochmal die "Inventory" Datenbank www.5.5inventory.org, die in noch größerem Maße von den Eignern mit Infos/Fotos/Ergebnissen/Dokumenten/location-Angabe ergänzt werden könnte. Ein Ansatz der Datenbank war es, festzustellen, wieviele Boote noch existent sind, da helfen Angaben über die aktuelle location und den Zustand der Boote.


29.6.2008 - Letzte Chance zur Anmeldung an die Schweizermeisterschaft 2008

Hinweise zur Anmeldung hier...

Die Anmeldung erfolgt nicht über Swiss-Sailing sondern per Post direkt an die SNG - gute alte Schule...








24.6.2008 - SUI 171 komplett renoviert, Marcandreo III ab nächstem Jahr dabei!

Am 24. Juni wurde SUI-171 im TYC von den Gebrüder Friedrich auf den Namen Marcandreo III getauft. Das komplett renovierte Evolution Boot wird kommendes Jahr in Thun an der SM teilnehmen, nachdem es zuvor u.a. in der Hand von Lauener, Veresio und Menzi an Regatten teilgenommen hat.



30.5.-01.06.2008 - Regattabericht Silbercup Romanshorn

Leider hat sich das vorausgesagte Wetter, leichte, lokale Winde bestätigt. So trafen sich bei schönem und warmem Wetter, mit Gewitterneigung gegen Abend, sieben SUI- und drei GER Boote in Romanshorn. Die Hafenanlage in Romanshorn ist wunderschön und der Hafenmeister ist sehr hilfsbereit, ein familienfreundliches Hotel befindet sich unmittelbar beim Hafen also ideale Bedingungen um Regatten durchzuführen. Die Windverhältnisse sind in der Schweiz überall gleich, wenn die Wetterlage günstig ist stimmt es auch mit dem Wind.

Am Samstag-Mittag wurde nach der Steuermannsbesprechung um 1300 Uhr ausgelaufen und zur ersten Wettfahrt gestartet. Laufsieger wurde Dani Schenker vor "Häsu" und Rolf Kellenberger. Auch der zweite Lauf wurde bei 1 - 1.5 Bf gestartet und das Resultat war auch das gleichen. Der Dritte Lauf wurde vor einem Gewitter gestartet, das erst nach dem Zieleinlauf abgeschwächt, und für die Segler auf dem Rückweg in den Hafen wirksam wurde. "Häsu" konnte diesmal den Lauf für sich entscheiden vor Dani Schenker und mir. Tobias Isler mit seiner Neuerwerbung SUI 201 belegte in seiner ersten Regatta mit diesem Schiff den fünften Platz. Am Sonntag hat sich am Wetter und den Windverhältnissen nichts geändert. So wurde um zehn Uhr zum vierten Lauf gestartet. Bei immer schwächerem Wind wurde die Bahn abkürzt, es siegt "Häsu" vor mir und Rolf. Dani hat mit einem fünften Rang sein Streichresultat gesegelt. Somit hat "Häsu" noch mit dem letzten Lauf den Gesamtsieg geholt.

Entäuschend war, dass von den acht GER-Booten die eine Teilnahme zugesichert hatten nur drei Boote am Start waren. Für das nächste Jahr erwarten wir eine allgemein grössere Beteiligung. Neben den 75 m2 Nationalkreuzern, 8er, 6er, die zum Teil mit den wunderschönen Oldtimer am Start waren, die jedes "Seglerherz" höher schlagen lasse, kann sich unsere 5.5 er Klasse jederzeit sehen lassen.
Auch für Nachwuchs ist bereits gesorgt. Setzte sich doch die Mannschaft bei SUI 217 aus drei Generationen zusammen.

SUI 217 Jack Frei

Bericht des Segelclub Romanshorn mit Rangliste

Bilder des Segelclub Romanshorn


24.-25. Mai 2008 - Regattabericht Memmorial Jaques Faini

Am Weekend vom 24./25. Mai 2008 trafen sich 13, 5.5er in Morges. Die Wind und Wetterbedingungen waren ideal, so dass insgesamt 7 Läufe, gesegelt werden konnten.
Der Erste bei 1-2 Bf. der Zweite und der Dritte Lauf zwischen 3-4 Bf am Samstag, Läufe Nr. vier – sieben am Sonntag zwischen 2-3 Bf.

Die Dominanz von Häsu am Samstag, mit 2 Laufsiegen und einem 2. Platz wurde am Sonntag von Dani Schenker mit 3 Laufsiegen und einem 3. Platz übernommen. Hervorragend gesegelte wurde auch das brandneue Boot von unserem neuen Flottenmitglied Odd Lofteröd mit der NOR 65. Mit insgesamt 4 zweiten Plätzen, einem fünften, einem siebten und neunten als Streicher, landete er auf dem dritten Gesamtrang vor SUI 217, SUI 210 und SUI 175 mit Frédéric De Rutté als neuem Eigner. Mit Odd Lofteröd hat die 5.5er Klasse einen weiteren Spitzensegler erhalten, welcher über Auffahrt in Arbon die Schweizermeisterschaft der Drachen für sich entscheiden konnte.

Um die vorderen Ränge wurde hart gekämpft, so dass bei den Zieleinläufen jeweils nur wenige Meter entscheidend waren.
Die Wettfahrtleitung hat ausgezeichnet gearbeitet und bereits um sechzehn Uhr fand die Preisverteilung statt, so wurde es auch für die Heimfahrt nicht zu spät.




SUI 217 Jack Frei

Rangliste


22.05.2008 - Schweizermeisterschaften 2008
Notice of Race


22.05.2008 - Silbercup 2008
Ausschreibung


20.05.2008 - Regattabericht Niessencup 2008

12 Boote am Start; Jürg Menzi mit seiner Crew als Sieger gefeiert; 5 Wettfahrten gesegelt; restliches Bahamassalz abgespült; feines Nachtessen im TYC; Boote in Rekordzeit ausgewassert und weggeräumt. Das sind die Eckdaten vom vergangenen Niesencup.
Am Samstag konnten wir zwei Läufe segeln und nach einer stündigen Wartezeit sogar noch einen dritten Lauf durchführen. Die gut organisierte Wettfahrtleitung reagierte sofort bei den Winddrehungen und passte die ausgelegten Kurse den neuen Bedingungen an.

Diverse Bojenmanöver sorgten für interessanten Gesprächstoff nach den Regatten. Der Zweilängenkreis bei den Bojen ist schwierig abzuschätzen. Je nach Situation segeln wir auf einem Optimisten 2 x 3.00 m oder auf einem Amerikascuper 2 x 25.00 m. In unserer 5.5er Klasse wären eigentllich 2 x 10.00m also 20.00m  richtig. Am Sonntag konnten wir nochmals zwei Wettfahrten durchführen. In der vierten Wettfahrt wurde mir bei der Luvtonne das präsidiale Sondervorfahrtsrecht verweigert , so musste auch ich eine Strafrunde drehen.

Ganz positiv hat sich  Odd Lofterod mit seinem werftneuen hellgrauen Boot in Szene gesetzt. Aber auch Stefan Zlot mit SUI 192 war oftmals auf den vordersten Plätzen anzutreffen. Ernst Strauss gewann mit SUI 177 den Wanderpreis in der Evolutionklasse.

Das Nachtessen im Yachtclub war sehr fein und die Portionen eher auf Starkwindregatten abgemessen. Ich danke allen die sich engagiert haben einen so positiven Niesencup zu organisieren, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und speziell der Wettfahrtleitung, die trotz schlechten Wind- und Wetterbedingungen ein Maximum herausholte.

Der zum Schreiben verknurrte Drittplazierte
H.P. Schmid SUI 213

Rangliste


11.05.2008 - Einladung zum Niesencup 2008

Der Niesen

Programm

17. Mai

 

11.30 bis 12.30 Uhr
14.00 Uhr
Ca. 19.30 Uhr

Anmeldung im Clubhaus
1. Start
Gemeinsames Nachtessen im Clubhaus TYC
18. Mai
Weitere Startmöglichkeiten nach Angabe der Wettfahrtleitung (Schwarzes Brett).
Anschliessend Rangverkündigung
Special: Wanderpreis für das 1. Boot der Evolutionklasse
Anmeldungen:Thunersee Yachtclubs oder am 17. Mai im Clubhaus
 

30.01.2008 - Ski-Yachting 2008
Einladung vom Gstaader Yachtclub zum Ski-Yachting for Classes 2008!
Einladung und Anmeldeformular.